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Solawi im WDR5

Solidarische Landwirtschaft Mein Bauer und ich

Von Susanne Kabisch

Solidarische Landwirtschaft, kurz Solawi, nennt sich ein Wirtschaftsmodell, bei dem eine Gruppe von Verbrauchern mit einem Landwirt fest zusammenarbeitet. Auch Düsseldorf hat seit Anfang des Jahres eine Solawi.

 

 

Samstag, 4.1.2014

Der Biogärtner Lutz Ischebeck hat seinen kleinen Hofladen gut gefüllt. Auf den Regalen im Verkaufsraum des Kirberghofs in Haan stehen zwei Dutzend Kisten mit Gemüse und Obst. Die Ernte ist nicht nur für den Handel bestimmt, sondern auch für die Solidarische Landwirtschaft - die Solawi in Düsseldorf. Mitglieder der Gruppe holen jede Woche ihren Anteil am Ertrag der Gärtnerei ab. Dafür haben sie mit dem Kirberghof einen Ein-Jahres-Vertrag geschlossen.


Alle Solawi-Mitglieder werden nach ihren Möglichkeiten auf dem Hof mithelfen

Lutz Ischebeck verkauft seine Ware dreimal in der Woche auf den Märkten in Haan, Hilden und Erkrath. Er hat auch schon mal Abokisten angeboten, musste aber für die Auslieferung jemanden einstellen. Das hat sich nicht gelohnt. Sein Interesse am Experiment Solawi war schnell geweckt, als Bettina Berens, eine der Gründerinnen von Solawi, ihn vor ein paar Monaten an seinem Marktstand ansprach. Zurzeit bezahlen ihm 25 Mitglieder im Monat je 100 Euro. Er hätte die Ernte-Kapazität für doppelt so viele Abnehmer. "Wenn das gut läuft, werden wir umdisponieren", sagt er. Die Märkte würde er dann nicht mehr anfahren. Der Aufwand sei groß und die körperliche Belastung sehr hoch.

Für Verteilung und Auslieferung ihres Ernteanteils sind die Mitglieder der Solawi selbst zuständig. Wie sie das am besten organisieren, müssen sie erst noch herausfinden. Zu den Bedingungen der Solidarischen Landwirtschaft gehört auch, dass die Mitglieder dem Landwirt bei der Arbeit helfen. Das soll nicht nur Kosten sparen, sondern auch dazu beitragen, dass ihr Verhältnis zur Landwirtschaft sich verändert. Solawi-Mitglied Gogo Dovletoglu sieht in der Solidarischen Landwirtschaft vor allem eine Möglichkeit, unabhängig zu werden von der Macht der Handelsunternehmen und der Lebensmittelindustrie."Hier kann man konkret der Industrie zugegen arbeiten, in dem man sich einfach von ihr löst", sagt Gogo Dovletoglu.

Großer Wunsch nach Gemeinschaft

Ähnliche Experimente wie in Düsseldorf werden seit ein paar Jahren in vielen Regionen Deutschlands gemacht. 36 Höfe mit Solidarischer Landwirtschaft sind mittlerweile erfolgreich, vor allem in Ost- und in Norddeutschland, aber auch in Nordrhein Westfalen. Inzwischen arbeiten Solawis in der Nähe von Münster, in Aachen, Bonn, bei Detmold, und weitere stehen in den Startlöchern. Dutzende Initiativen haben sich in einem Netzwerk zusammengeschlossen und tauschen sich aus.

Jede Bio-Kiste vom Kirberghof ist ein Unikat mit Überraschungen: Lauchstangen, Rotkohl, diverse Gemüse-Knollen, Möhren, Äpfel, Birnen, Zwiebeln. Die meisten Kisten werden von zwei Solawi-Mitgliedern nach Düsseldorf gebracht und auf zwei Depots verteilt. Von dort holen sich dann die anderen Mitglieder ihre Anteile. So bleibt der Transportaufwand gering. Nicht ganz so ökologisch geht es beim Verteilen der neun Kisten zu, die für die Mitglieder in Hilden, Haan und Erkrath bestimmt sind. Solawi-Mitglied Bettina Berens liefert sie direkt bei den Empfängern ab. Der Aufwand ist groß. Doch Bettina Berens möchte die Solidarische Landwirtschaft in Düsseldorf möglichst schnell in Gang bringen, um eingefahrene Strukturen zu verändern. Der Wunsch nach Gemeinschaft ist in der Solawi sehr lebendig. "Ich will nicht, dass jeder allein los geht und für sich sorgt, weil wir uns dann nicht umeinander kümmern", sagt sie.

 

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31

Okt

2012

Lebensmittelscheine alternativer Landkauf - Komplementärwährung

 

"Der Lebensmittelschein ist viel mehr als eine Komplementärwährung. Es ist ein Prinzip Landwirtschaft gemeinschaftlich, solidarisch auf den Grundlagen der Solidarischen Landwirtschaft, auch unter CSA (Community Supported Agriculture) bekannt, zu betreiben. Es stellt eine Alternative zum jetzigen Land und Nahrungsmittel Einkauf dar.

In diesem Artikel wird dir auf Blog and Shop das alternative System näher gebracht."

Frau sucht Bauer

So fing alles an:

 

Nachdem ich unsere Initiative aus Düsseldorf bei der Liste auf der Seite der Solidarischen Landwirtschaft hatte eintragen lassen, kam die Aufforderung vom WDR, doch einen kleinen Film zu drehen.

 

Dies ist das Ergebnis:

 

Frau sucht Bauer

aktuallisiert: 18.12.2014 22:44

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